Das Buch geht der Frage nach, wie eine irakische Familie, die im Jahre 2000 vor dem Husseinregime nach Deutschland fliehen musste, die Flucht und die aus der Migration herrührenden vielfältigen Kontingenzen des Fremdseins, der gesellschaftlichen Marginalisierung, des Identitätsverlustes, der Armut und Arbeitslosigkeit erlebt und wie sie allmählich beginnt, sich in Deutschland einen neuen Lebensraum zu erschließen. Die Folgen der Flucht führen bei den Eltern sowie ihren beiden erwachsenen Kindern (Tochter und Sohn) zu sehr unterschiedlichen Antworten auf die Fragen nach dem Sinn ihres persönlichen Lebens und einem religiös motivierten Letztsinn. Ihnen gemeinsam aber ist die Erfahrung, dass die Beziehungen innerhalb der Familie den Migrationsprozess wesentlich beeinflussen. Die vorliegende Arbeit untersucht die geschilderten Beziehungsmuster und kann mittels einer Erzähltextanalyse klären, welche Beziehungen die persönliche Entwicklung fördern oder behindern und welchen Beitrag sie im Bewältigungsprozess der Fluchtmigration leisten.
Autorin:
Rose Kaufmann, Rechtsanwältin, studierte bei Prof. H. Pompey den Diplomstudiengang Caritaswissenschaften und ist jetzt als Justiziarin eines großen kirchlichen Altenhilfeträgers in Baden-Würtemberg tätig. Die vorliegende Untersuchung wurde als Dissertation an der theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Wintersemester 2006/2007 angenommen.
| Autor | Kaufmann, Rose |
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