1939, kurz nachdem Pius Parsch im Rahmen der „Volksliturgischen Bewegung“ seine liturgische „Basiskirche“ St. Gertrud mit Architekt Robert Kramreiter umgestaltet hatte, legten beide dieses großformatige Werk zur liturgiegerechten Gestaltung von Liturgieräumen und Kirchenbauten vor.
Nach einer Kurzdarstellung von Kramreiters Lebensbild führt Parsch in die Geschichte und „die liturgische Idee des Gotteshauses“ ein, um dann anhand verschiedener Kirchenbauten die liturgische Funktionalität des Raumes zu beleuchten. Reich kommentiert, mit Fotos und Architekturplänen anschaulich illustriert, bietet der Band Beispiele diverser Bautypen sowie orientierende Anregungen mit Blick auf auch heute wieder aktuelle Themen wie der eingebaute Kirchenraum in profanen Gebäudeanlagen, Wiederherstellung alter Kirchen, Aufstellung neuer Altäre in alten Kirchen.
Pius Parsch (1884-1954), Augustiner-Chorherr von Klosterneuburg, war der weltbekannte Pionier der Liturgischen Bewegung des 20. Jahrhunderts. Seine Bemühungen mündeten in die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils, ohne die das gottesdienstliche Leben heutiger Gemeinden undenkbar bleibt.
Robert Kramreiter (1905-1965) zählte zu den großen Kirchenarchitekten der Liturgischen Bewegung im deutschen Sprachraum.
| Herausgeber | Parsch, Pius / Kramreiter, Robert |
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