Eine Theologie des Teufels
Reihe „Bonner Dogmatische Studien“, herausgegeben von Wilhelm Breuning, Hans Jorissen, Karl-Heinz Menke und Josef Wohlmuth, Band 34.
Der Teufel ist die traditionelle Reflexionsgestalt des Bösen. Um seine Bedeutung aktuell erschließen zu können, analysiert der Autor zunächst das theo¬logische Problem der Aussagbarkeit des Bösen in den Kontexten von Escha¬tologie, Schöpfungstheologie und Anthro¬pologie. Der Teufel wird hier als figuratives Modell eines personalen Geheimnisses erkennbar, das die Sinn- und Hoffnungslosigkeit der gottlosen Weltsicht des Unglaubens und ihre fatalen Auswirkungen in Szene setzt. Dieses Verständnis bewirkt hermeneutisch die Ablösung der Frage nach der Existenz des gefallenen Engels durch die Frage nach der Bedeutung des Teufels als eines metaphorischen Sprachereignisses im Zusammenhang der Wortoffenbarung Gottes. Seine Interpretation enthüllt den Gehalt des Teufelsbildes anthropologisch als die jeder Sündentat vorgängige Versu¬chung zur Selbstantastung der Freiheit.
Ausgehend von kanonischen wie apokry¬phen Schriften entfaltet der Autor sein Verständnis des Teufels als einer Anfang und Ende des Bösen umfassend zur Darstellung bringenden Symbolfigur. Dabei wird deutlich, daß das diabolische Geheimnis eine so irritierende, dysfunk¬tionale Wirklichkeit besitzt, daß sowohl theodizee- wie auch anthropodizeeartige Ordnungsversuche scheitern müssen.
Autor:
Jürgen Bründl, Dr. theol., geb. 1969 in Passau. Studium der Katholischen Theologie und Germanistik in Passau und Würzburg, Diplom 1993, Magister und Promotion 2000. Zur Zeit tätig am Lehrstuhl für Dogmatik der Universität Würzburg.
Reihe „Bonner Dogmatische Studien“, herausgegeben von Wilhelm Breuning, Hans Jorissen, Karl-Heinz Menke und Josef Wohlmuth, Band 34.
Der Teufel ist die traditionelle Reflexionsgestalt des Bösen. Um seine Bedeutung aktuell erschließen zu können, analysiert der Autor zunächst das theo¬logische Problem der Aussagbarkeit des Bösen in den Kontexten von Escha¬tologie, Schöpfungstheologie und Anthro¬pologie. Der Teufel wird hier als figuratives Modell eines personalen Geheimnisses erkennbar, das die Sinn- und Hoffnungslosigkeit der gottlosen Weltsicht des Unglaubens und ihre fatalen Auswirkungen in Szene setzt. Dieses Verständnis bewirkt hermeneutisch die Ablösung der Frage nach der Existenz des gefallenen Engels durch die Frage nach der Bedeutung des Teufels als eines metaphorischen Sprachereignisses im Zusammenhang der Wortoffenbarung Gottes. Seine Interpretation enthüllt den Gehalt des Teufelsbildes anthropologisch als die jeder Sündentat vorgängige Versu¬chung zur Selbstantastung der Freiheit.
Ausgehend von kanonischen wie apokry¬phen Schriften entfaltet der Autor sein Verständnis des Teufels als einer Anfang und Ende des Bösen umfassend zur Darstellung bringenden Symbolfigur. Dabei wird deutlich, daß das diabolische Geheimnis eine so irritierende, dysfunk¬tionale Wirklichkeit besitzt, daß sowohl theodizee- wie auch anthropodizeeartige Ordnungsversuche scheitern müssen.
Autor:
Jürgen Bründl, Dr. theol., geb. 1969 in Passau. Studium der Katholischen Theologie und Germanistik in Passau und Würzburg, Diplom 1993, Magister und Promotion 2000. Zur Zeit tätig am Lehrstuhl für Dogmatik der Universität Würzburg.
| Autor | Bründl, Jürgen |
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